Fototipps

So macht ihr ganz einfach bessere Kinderfotos

Hallo ihr Lieben,

Ich habe zu Weihnachten für einige Kunden Kalender gebastelt, mit Fotos die sie selber geschossen haben. Vieles war echt mies und oft musste Photoshop ran um noch etwas zu retten (wer sich jetzt angesprochen fühlt, bitte nicht böse sein 🙂 ) Daher habe ich mir überlegt, allen die gerne zu hause ihre Kinder mit Kamera und Smartphone verfolgen, einige kleinen Fototipps an die Hand zugeben.

Zuerst sollte vielleicht gesagt sein, dass natürlich das Handy oder eine Kompaktknipse nicht mit einer Profikamera und einem lichtstarken Objektiv mithalten können. Und auch eine Spiegelreflex- Kamera mit KIT-Objektiv und Anfangsblende 5.6. wird nicht den Bildlook schaffen, den ein Profi zaubert. Aber mit ein paar kleinen Tricks könnt ihr eure Bilder um einiges verbessern.

Das wichtigste beim fotografieren ist das Licht. Schaut euch mal einfach eure Fotos an. Erkennt ihr euch da wieder?

Das sieht man am häufigsten:

  • der Blitz löst automatisch aus? Egal. Das Ergebnis sind rote Augen, miese Schlagschatten und weiße Gesichter
  • die Sonne knallt? Auch egal, sie scheint ja gerade so schön. Das Ergebnis sind völlig überbelichtete/ weiße Stellen im Bild. Und dann die dazu gehörigen schwarzen Schatten. Am liebsten dann als fiese Schlagschatten unter Augen, Nase und Kinn.
  • wahlweise geht das auch mit der Deckenbeleuchtung im heimischen Wohnzimmer
  • Gegenlicht durch helle Sonne vom Fenster? Schnuppe. Die Kameraautomatik wirds richten. Oder auch nicht und dann ist das Kind vor dem Fenster eben schwarz.

Das sind die Fehler die mir am häufigsten auffallen und dabei sind sie so leicht zu vermeiden.

So gehts besser:

Was wir möchten, ist ein schönes weiches Licht, das unserem Fotoobjekt keine harten Kontraste oder Schatten verpasst.

Drinnen:

  1. Die schönste Lichtquelle sind eure Fenster. Als gerichtetes Licht von vorne oder auch von der Seite eignen sie sich großartig. Möchtet ihr also eure Kleinen beim Spielen festhalten, versucht einfach dass sie möglichst zum Fenster gedreht sitzen.
  2. Wenn die Sonne so richtig schön durchs Fenster knallt, schaut dass die Kinder sich im Schatten befinden. Vollständig. Nicht etwa die Hälfte in der Sonne (wird dann überbelichtet und weiß) und die andere Hälfte im Schatten (wird viel zu dunkel). Zu krasses Sonnenlicht kann man wieder in schönes weiches Licht verwandeln in dem man einfach eine weiße, leichte Gardine vors Fenster zieht. Und auf einmal funktioniert auch wieder eine Aufnahme gegen das Licht.
  3. Ist es zu finster geht es nicht ohne Blitz, wenn man nicht die entsprechende Ausrüstung hat. Aber ein direkter knalliger Blitz von vorne ist nie schön. Schaut mal in die Bedienungsanleitung eurer Kameras. Oft kann man den Blitz runterregeln und nur noch als kleine Aufhellung benutzen. Das ist schon wesentlich besser. Oder den Blitz einfach mal ausschalten und dafür die Belichtungszeit verlängern. Anstatt gleich zu blitzen sucht euch lieber wieder eine Lichtquelle. Rückt eure Kinder dichter an eine Lampe oder ein Fenster. Sogar eine Kerze funktioniert.

Draußen:

  1. Setzt eure Kinder in den Schatten und nicht in der Sonne. So bekommt ihr keine Schlagschatten im Gesicht, sondern ein sehr viel schöneres, weicheres und vorteilhafteres Licht.
  2. Ist kein Schatten da, schaut das die Sonne nicht frontal von vorne kommt, sondern möglichst von hinten. Das Ergebnis wären sonst wieder nur Schlagschatten und zusammen gekniffene Augen. Ist der Himmel bewölkt habt ihr ein viel schöneres Fotolicht. Das schönste Licht für Fotos im Freien, habt ihr übrigens morgens oder abends bei tiefstehender Sonne.

Mit dem Thema Licht werden natürlich ganze Bücher gefüllt und das sind hier nur ein paar ganz winzige Tipps. Aber schaut euch eure Bilder mal an. Schaut was passiert wenn ihr eure Sprößling in der knalligen Sonne und im Schatten fotografiert. Den Unterschied seht ihr auch ohne Profikamera.

Ich weiß viele eurer Bilder entstehen spontan, aber probiert es einfach mal aus. Nicht einfach nur drauf halten und abdrücken. Das Ergebnis wird mit diesen kleinen Tricks viel besser.

 

Hier ein paar Beispiele.

Das kann Fensterlicht. Das  Fenster war hier das Hauptlicht von vorne:

So sieht es aus, wenn ihr draußen im Schatten oder mit der Sonne im Rücken eures Kindes fotografiert.

OA5A8243

Und nun viel Spaß beim ausprobieren. Fragen dürft ihr gerne in die Kommentare schreiben.

Merken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s