Nachhaltig heiraten- So macht ihr eure Hochzeit um einiges „grüner“

Der Hochzeitstag ist immer ein besonderer Tag. Familie und Freunde reisen an und wollen zusammen feiern, essen und trinken. Es muss viel vorbereitet werden, damit alles besonders schön wird. Und es muss ziemlich viel gekauft werden. Kleidung, Schmuck, Essen, Dekoration, Blumen…..So eine Hochzeit hinterlässt einen ordentlichen ökologischen Fußabdruck.

Mir ist Nachhaltigkeit im Alltag und ein möglichst Müllfreies Leben sehr wichtig. Und auch eine Hochzeit muss nicht mit vielen Müllsäcken und CO2- Verschwendung enden.

Mit diesen einfachen Tipps könnt ihr ganz viel dafür tun, eure Hochzeit „grüner“ werden zu lassen.:

  1. Luftballons weglassen:                                                                                                      Luftballons steigen zu lassen, ist ein beliebte Hochzeitsbeschäftigung und Folienballons eine gern verwendete Deko. Allerdings sind sie auch eine riesige Umweltsünde. Lässt man sie steigen, liegen sie danach irgendwo in der Landschaft herum und verrotten nicht. Auch wenn sie als Dekoration verwendet und danach weggeworfen werden, wird ordentlich Müll erzeugt. Von den Ressourcen die verschwendet werden, um sie für den einmaligen Gebrauch herzustellen, ganz zu schweigen. Lasst sie doch einfach weg.
  2. Candy-Bar:                                                                                                                                Eine Candy-Bar ist großartig. Allerdings findet man dort ein Haufen Zeug, dass zu der Außenverpackung (die meist auch aus Plaste ist) noch mal zusätzlich verpackt wurde. (Mars, Kinderriegel, Bonbons ect.) Greift doch hier einfach mal zu Schoki die nicht tausendmal eingepackt ist. Oder zu Nüsse, Salzstangen, Keksen, Trockenobst… eingies davon bekommt man sogar völlig unverpackt. Gummibärchen gibt es auch in einer großen Packung, es müssen nicht die vielen kleinen Tüten sein. Achtet auch einfach auf die Menge. Es darf alles alle werden und man muss nicht am nächsten Tag vor der Aufgabe stehen Haufenweise Süßigkeiten verschenken zu müssen.
  3. Mieten statt kaufen:                                                                                                            Sämtliche Gefäße für eure Candy- Bar könnt ihr euch ausleihen. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern auch Geld. Das gleich gilt für Dekoration, Lichterketten, Traubogen, Holzschilder, Zubehör für die Fotobooth… Man muss nicht alles neu kaufen. Vieles kann einfach geliehen werden. Z.B hier: Ausgeschmückt . Euer Budget wird sich darüber freuen und ihr habt nach der Hochzeit nicht einen Haufen Dekokram übrig.
  4. Plastefreiheit:                                                                                                                                Statt Schilder aus Plaste, Knicklichter oder Folienballons nutzt doch Deko aus Materialien die wieder verwendet oder recycelt werden können, wie z.B. Holz, Glas, Papier oder was die Natur so hergibt. Hundert Seifenblasen-Verpackungen in Form von Mini-Hochzeitstorten aus Plastik sind vielleicht auch einfach unnötig.
  5. Blumen aus der Region:                                                                                                          Eukalyptus ist ja der gerade der Renner. Oder exotische Blumen aus Afrika. Solche Blumen haben allerdings sehr weite Transportwege und hinter sich. Fragt euren Floristen lieber nach Blumen aus der Region, die gerade Saison haben. Das ist auch viel preiswerter.
  6. Strohhalme:                                                                                                                                  Braucht kein Mensch.

Diese Tipps sind wirklich ganz einfach umzusetzen. Überlegt euch einfach was ihr wirklich benötigt, ob ihr es eventuell auch weglassen könnt. Falls nicht, besorgt nur die Menge die wirklich notwendig ist, damit keine Reste weggeschmissen werden müssen. Achtet auf die Materialien und wählt plastefreie Umverpackungen. Schaut was ihr leihen, selber machen oder zumindest hinterher weitergeben könnt.  Wer noch mehr tun möchte, kann darauf achten, dass Dienstleister und das Essen aus der Region kommen, dass Schmuck und Eheringe fair produziert wurden und die Hochzeitskleidung in Deutschland hergestellt wurde. Kurze Wege zwischen Standesamt und Feierlocation reduzieren den CO2-Ausstoß.

Und an alle Paare, die mit Luftballons, eingepackter Schoki und Strohhalmen im Drink gefeiert haben: Fühlt euch bitte nicht auf den Schlips getreten. Ich habe selber im letzten Jahr geheiratet und auch nicht über alles nachgedacht. Mein Kleid kam aus England und wurde mit Sicherheit nicht dort produziert. Es gab doppelt verpackte Schoki auf der Candy- Bar und auch viele Zutaten für unser selbst gemachtes Buffet waren vor der Verarbeitung in Plaste verpackt. Die Locationwahl hat weite Anreisewege für Gäste und Dienstleister verursacht und war mit öffentlichen Verkehrsmittel nicht zu erreichen. Einiges davon würde ich inzwischen verbessern.

Aber es muss auch nicht jeder 100 Prozent geben. Wenn alle auch nur ein bisschen davon umsetzen, machen wir die Welt zusammen um einiges besser.